Ionische Detergenzien
Ionische Detergenzien enthalten eine Kopfgruppe, die entweder positiv oder negativ geladen ist.
So trägt z. B. das anionische Detergens Natriumdodecylsulfat (SDS) eine negativ geladene Sulfatgruppe an einer linearen C12-Kohlenwasserstoffkette. SDS gilt als ein sehr starkes und biologisch aggressives Tensid. Es ist in der Lage, Proteine zu denaturieren, indem es intra- und intermolekulare Wechselwirkungen aufbricht und so deren biologische Aktivität zerstört. Andere anionische Detergenzien wie die Gallensäuresalze Na-Cholat und Na-Desoxycholat haben eine starre steroidale Kernstruktur. Sie tragen keine klar definierte polare Kopfgruppe, der ein hydrophober Schwanz (wie z. B. SDS) gegenübersteht. Die polaren Gruppen sind auf verschiedene Teile des Moleküls verteilt, was zu einer polaren und unpolaren Seite führt, z. B. trägt Na-Desoxycholat eine Carboxylatgruppe am Ende einer kurzen Kohlenwasserstoffkette und zwei Hydroxylgruppen an der Steroidstruktur. Die Gallensäuren sind weniger denaturierend als die ionischen Alkyl-Detergenzien, was möglicherweise auf ihre starre Steroidringstruktur zurückzuführen ist.
Kationische Detergenzien haben eine positiv geladene Kopfgruppe, die oft eine quaternäre Ammoniumgruppe ist, z. B. trägt CTAB eine Trimethylammoniumgruppe an einer C16-Kohlenwasserstoffkette. Es ist ebenfalls ein starkes Detergens und denaturiert Proteine oft irreversibel.
Kationische Detergenzien haben eine positiv geladene Kopfgruppe, die oft eine quaternäre Ammoniumgruppe ist, z. B. trägt CTAB eine Trimethylammoniumgruppe an einer C16-Kohlenwasserstoffkette. Es ist ebenfalls ein starkes Detergens und denaturiert Proteine oft irreversibel.